Effektives Üben mit der Freistoss-Mauer

Freistöße werden im Fußball immer wichtiger, wenn es darum geht Tore zu erzielen. Schließlich besagen Statistiken immer wieder, dass immer mehr Tore über Standsituationen erzielt werden. Deshalb sollte das Freistoßtraining auch bei den Übungseinheiten eine immer größere Rolle einnehmen. Um ein gezieltes Freistoßtraining in die Tat umzusetzen braucht man auch eine Freistoss-Mauer. Dabei denken wir hier allerdings nicht an frühere Zeiten, wo der Trainer vier, fünf Abwehrrecken im Abstand von 9,15 m zum Ball als Freistoßmauer platziert hat, sondern an Dummies, welche die Aufgabe der Freistoßmauer statt der Abwehrspieler übernehmen. Denn gerade in den kälteren und nassen Jahreszeiten ist unverantwortlich die Abwehrspieler über viele Minuten lang in der Kälte in der Mauer stehen zu lassen. Stattdessen könnten sie mit dem Co-Trainer weitaus sinnvollere Übungen durchführen, wenn der Mannschaft eine Freistoßmauer bestehend aus Dummies zu Verfügung stünde. Deshalb sollte es für jeden Verein, der zumindest semiprofessionell aufgestellt ist, die Freistoßmauer aus Dummies zum absoluten Muss gehören.

So kann beispielsweise der indirekte Freistoß mit den Schützen geübt werden, ohne dass fünf Abwehrspieler im Regen stehen müssen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Signalisiert wird der indirekte Freistoß vom Unparteiischen während des Spiels mit einem über den Kopf vertikal ausgestreckten Arm. Nur, wenn nach der Ausführung des Freistoßes sprich nach der ersten Bewegung des Balles ein weiterer Spieler den Ball berührt, bevor er im gegnerischen Kasten landet, kann ein reguläres Tor per Freistoß erzielt werden. Das Tor ist dann ungültig, wenn der Ball beim indirekten Freistoß direkt über die Freistoßmauer ins Tor geschossen worden ist. Anschließend wird das Spiel dann mit Abstoß für die gegnerische Mannschaft wieder fortgesetzt. Auch brim Regelverstoß, der innerhalb des Strafraums begangen worden ist, allerdings nicht die Sanktion eines Strafstoßes hergibt, kann der indirekte Freistoß vom Schiedsrichter verhängt werden.

So gibt es verschiedene Gründe, die einen indirekten Freistoß nach sich ziehen. Dazu gehört auch das Vortäuschen eines Vergehens, die so genannte Schwalbe, das Sperren oder sonstiges Behindern des Torwarts innerhalb des Fünfmeterraums, das zweimalige Spiel des Balles ein und desselben Spielers bei einer Spielfortsetzund, die Behinderung des Laufs des Gegners, das so genannte Sperren, das gefährliche Spiel ohne Gegnerberührung, (beispielsweise wenn ein Akteur mit gestrecktem Bein in den Gegner läuft), der Verstoß gegen Rückpassregel und natürlich das Abseits.

Wenn der Freistoß innerhalb des Torraumes ausgeführt werden muss, so wird er an dem Punkt ausgeführt, der parallel zur Torlinie verläuft und dem Ort des Fouls am nächsten kommt. Die Gegenspieler dürfen als Freistoßmauer trotzdem auf der Torlinie stehen, wenn der Freistoß weniger als 9,15 m von der Torlinie entfernt ausgeführt werden muss. All diese Dinge kann man mit der Dummy Freistoßmauer optimal trainieren.